ᐅ Brasilien ist größtes Kaffeeland der Welt - größter Kaffeeproduzent

Kaffeeland Brasilien

Brasilien – das größte Kaffeeland der Welt

Brasilien gilt als das bedeutendste Anbauland für Kaffee auf der ganzen Welt. Du kannst dir mit Sicherheit denken, dass Deutschland einer der größten Kaffeeabnehmer weltweit zählt. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns das Kaffeeland genauer ansehen.

 

Das Land Brasilien ist das größte Land in Südamerika. Außerdem ist es der Kaffeeexporteur und -produzent Nummer eins seit etwa 150 Jahren. Der wichtigste Hafen in Südamerika befindet sich in Santos. Santos ist nicht nur für den Hafen bekannt, sondern auch für die tollen Strände mit den leckersten Cocktails.

Café do Brasil – so begann es

Etwa zu Beginn des 18. Jahrhunderts brachte ein Portugiese Kaffee nach Brasilien. Er begann damit die Gewächse in seinem Garten zu pflanzen und eroberte Brasilien in den nächsten Jahrzehnten mit seiner Idee. Auch die industrielle Herstellung von Kaffee setzte die Idee des Portugiesen in Gang. Diese wurde unüblicherweise von Großgrundbesitzern gestartet.

Andere Länder begannen mit der Kaffeeherstellung im 19. Jahrhundert.Meist gab es für diese Arbeit afrikanische Sklaven. Seit 1888 gibt es keine Sklaverei mehr. Somit wurden die afrikanischen Menschen nicht mehr auf privaten Plantagen ausgebeutet. Innerhalb der nachfolgenden Jahre unterstützte die Regierung den Anbau von Kaffee. Durch den Aufbau der Infrastruktur gab es Kaffee zu stetigen Preisen.

Brasilien KaffeeHeute gilt das Land Brasilien als der Kaffee-König überhaupt. Da Brasilien für die Kaffeeindustrie so bedeutend ist, beeinflussen selbst Krisen oder Schwankungen den Weltmarkt.

„Im Jahr 2010 verzehrten Menschen in Brasilien 30 Prozent der eigenen Kaffeeproduktion.“

Der Kaffee gehört zur Kultur Brasiliens. Wenn dich Brasilien und Kaffee interessiert, ist der “Cafezinho” einen Besuch wert. Dort kannst du dich mit Freunden treffen oder einen Geschäftsbesuch abhalten. In den Bars gibt es dunklen und kräftigen Kaffee, den du in der Sonne oder am Tresen genießen kannst.

Kaffee in Brasilien anbauen

Es gibt kein anderes Land auf der Welt, welches so viel Kaffee exportiert und produziert wie Brasilien. Die Liste des größten Kaffeeanbaulands führt Brasilien seit etwa 150 Jahren an. Dabei gibt es die Möglichkeit den Kaffee auf etwa 2,3 Millionen Hektar anzupflanzen. Besonders beliebt sind die Arabica Varianten. Dafür fällt die Ausbeute an Robusta Pflanzen (auch als „Cornillon“ bekannt) gering aus. Es gibt einige Anbaumethoden, die innerhalb der letzten Jahre für Kritik sorgten. Neben ausgelaugter Erde und Monokulturen gehört auch die Verwendung von Pestiziden zu den Problemen beim Anbau.

Daher ist es wichtig bei der Kaffeeauswahl auf dessen Produktion zu achten. Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte hat sich vieles verbessert. Es gibt zum Beispiel spezielle Vorschriften von der Regierung. Diese verpflichten die Farmer dazu einen Teil des Grundstücks als eine Art Mischwald zu führen. So bleiben die lokalen Pflanzen erhalten. Auch der Einsatz von Düngemitteln hat sich verändert. Je nach Boden gibt es andere Dünger, die zum Einsatz kommen. In Brasilien hat sich auch das Fairtrade- und Bio-Siegel etabliert.

„Im Vergleich zu Ländern in Afrika arbeiten in Brasilien Farmer eigenständig und kaum in Verbänden.“

Etwa 287000 Farmer verdienen in Brasilien ihr Geld mit dem Kaffeeanbau. Etwa 85 Prozent der Farmer zählen zu den Small Holdern. Diese besitzen maximal 20 Hektar an Land. Wer sich einen Einblick in die Welt der Farmer verschaffen möchte, muss Unternehmen unterschiedlicher Größen besuchen.

Professioneller Kaffeeanbau mit maschineller Ernte

Das Land Brasilien ist etwa 28 mal größer als Deutschland. Es gibt im südamerikanischen Land 27 Bundesstaaten. In 16 dieser Länder findet der Anbau von Kaffee statt. Aufgrund der vielen Klimazonen sowie Böden gibt es viele unterschiedliche Kaffeesorten, die aus Brasilien stammen. Die beliebtesten Regionen für den Anbau von Kaffee sind São Paolo, Minas Gerais, Bahia, Paraná, Espírito Santo und Rondônia. Robusta Kaffee stammt dabei meist aus Rondônia oder Bahia.

„Einmal jährlich findet die Ernte von Kaffee in Brasilien statt. Üblicherweise ist diese zwischen Mai und Oktober.“

Während der Kaffee in Afrika manuell gesammelt wird, findet die Ernte in Brasilien semi-maschinell oder komplett maschinell statt. Durch die maschinelle Ernte ist die Kaffeegewinnung schneller und effizienter. Das liegt daran, dass die Maschinen die Kirschen von den Bäumen schütteln. Problematisch ist, dass die unterschiedlichen Reifegrade des Kaffees unberücksichtigt bleiben. Da die Kirschen eine andere Dichte und verschiedene Gewichte haben, kann die Maschine den Reifegrad erkennen. Das ist praktisch, denn so mischen sich keine unreifen Kirschen in die reifen Kirschen. Das würde dazu führen, dass die Kaffeequalität deutlich sinkt. Damit die praktischen Maschinen zum Einsatz kommen, ist ein glatter Boden notwendig. Außerdem ist die Investition in diese Geräte kostspielig, sodass sie meist nur bei großen Unternehmen zu finden sind. Es ist auch möglich die Kirschen semi-maschinell zu ernten. Dazu kommen elektrische Kleingeräte zum Einsatz. Diese rütteln die Kirschen von den Bäumen. Die Früchte fangen die Farmer dann mit Netzen auf und können so die Kirschen manuell sortieren.

„Die meisten brasilianischen Kaffees sind pulped natural oder natural aufbereitet.“

Das hängt von der Aufbereitung des Kaffees ab, welche nach der Verarbeitung oder Ernte erfolgen kann. Dazu liegen die Kirschen in der starken Sonne und trocknen. In der Regel findet dieser Prozess auf dem Boden statt. Es gibt auf den Farmen hierfür betonierte Bereiche, die sich auch “Drying Patios” nennen. Insgesamt drei Tage trocknen die Früchte auf dem Beton. In der Regel kommen sie im Anschluss in eine Trocknungsmaschine, sodass die Restfeuchtigkeit verschwindet.

So vielfältig schmecken brasilianische Kaffees

Meist schmeckt brasilianischer Kaffee stark nach Schokolade und Nuss. Dabei wählst du aus, ob du den Geschmack nach Paranuss, Haselnuss, Zartbitterschokolade oder Milchschokolade bevorzugst.

Vielen brasilianischen Farmern wurde eine lange Zeit unterstellt, dass diesen Quantität wichtiger ist als Qualität. In Wirklichkeit ist dem jedoch nicht so, denn es gibt viele Farmer, denen die Qualität wichtig ist. Entscheidest du dich für einen hochwertigen Kaffee, gibt es andere Aromen, wie Aprikose, Feige oder Trauben. In Abhängigkeit von der Aufbereitung der Bohnen treten starke Säuren auf. So erhält das Getränk einen lebendigen Geschmack. Manche Kaffees schmecken sogar nach Kiwi, Mango oder Pfirsich.

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