ᐅ Alles Wichtige zum Kaffeeanbau - Voraussetzungen & Faktoren

Kaffeeanbau

Mit Geduld & Sorgfalt zur optimalen Kaffeebohne

Der Kaffeeanbau: Kaffee wird im gesamten Äquator Bereich - dem sogenannten Kaffeegürtel angebaut. Hier können Sie lesen, welche klimatischen Voraussetzungen die Kaffeepflanze braucht und worauf bei der Ernte geachtet werden muss.

Für leidenschaftliche Kaffeetrinker ist der morgendliche Genuss des aromatischen Getränks der ideale Start in den Tag. Doch wenn auch Kaffee zu einer unerlässlichen Selbstverständlichkeit unseres Alltags gehört, gilt die Kaffeepflanze ist besonders sensibel und setzt während des Anbaus viel Erfahrung, genaues Timing und Sorgfalt voraus. Wir erläutern Ihnen im Folgenden, mit welchen Bedingungen der Anbau von Kaffee einhergeht und warum jeder Verarbeitungsschritt höchsten Einsatz erfordert.

Das richtige Klima ist entscheidend

Kaffeepflanzen sind äußerst anspruchsvoll und können nur bei einem milden und ausgewogenen Klima und Jahresdurchschnittstemperaturen von achtzehn bis fünfundzwanzig Grad Celsius optimal gedeihen. Ein Übermaß an Sonnenstunden, immense Hitze und starke Winde schaden der Kaffeepflanze und wirken sich ausgesprochen negativ auf die Kaffeeernte aus. Die optimalen Kaffee-Anbaubedingungen erstrecken sich über den gesamten Äquator zwischen dem dreiundzwanzigsten Breitengrad nördlicher und dem fünfundzwanzigsten Breitengrad südlicher Breite - dem sogenannten Kaffeegürtel.

Dieser Streifen der Erde zeichnet sich durch ein besonders trocken-feuchtes Wechselklima mit gleichbleibenden Temperaturen und ausreichend Niederschlag aus. Rund fünfzig Prozent des Kaffees wird in den Ländern Brasilien, Vietnam und Indonesien erwirtschaftet, wobei Brasilien mit einem Drittel der Weltproduktion noch einmal besonders hervorzuheben ist. Aber auch Kolumbien, San Salvador, Kenia, Äthiopien, Peru, Indien, Honduras, Guatemala und Mexiko gelten als bedeutende Kaffeelieferanten.

Der Kaffeegürtel

In weltweit 80 Ländern wir Kaffee angebaut. Für die kommerzielle Produktion stammen aber fast alle Lieferungen aus dem Kaffeegürtel, also aus tropischen und subtropischen Regionen rund um den Äquator.

Arabica und Robusta – Die Größen unter den Kaffeebohnen

Weltweit existieren rund sechzig verschiedene Kaffeesorten, von denen die beiden Sorten „Arabica“ und „Robusta“ mit etwa sechsundneunzig Prozent Marktanteil wirklich bedeutend sind. So rangieren die Arabica-Pflanzen mit inzwischen siebzig Prozent der globalen Kaffeekulturen an der Spitze und liefern besonders hochwertige Bohnen mit einem blumig-eleganten Aroma. Der Robusta-Anteil beansprucht rund dreißig Prozent der weltweiten Kaffeekulturen für sich und zeichnet sich durch einen kräftigen Geschmack und einen hohen Koffeingehalt aus.
Unterschied Arabica Robusta Bohnen

Idealerweise werden Kaffeepflanzen an Hängen oder in Mischwäldern angepflanzt, die dank ihrer schattenspendenden Bäume ausreichend Schutz vor Schädlingen, längerer Hitze und starkem Wind bieten. Arabica-Pflanzen gelten als Hochlandgewächse und haben vorrangig in Höhenlagen zwischen 600 und 2.100 Metern ihr präferiertes Territorium. Durch ein eher langsames Wachstum werden Stärke und Ausprägung des Aromas der späteren Bohne maßgeblich begünstig. Robusta-Pflanzen können sich als deutlich resistentere Gewächse hingegen auch auf Plantagen im Flachland und bei etwas höheren Temperaturen ohne Probleme entwickeln.

Während von der ersten Aussaat bis zur eigentlichen Ernte der Kaffeepflanze rund vier Jahre ins Land ziehen, ist die ertragreichste Zeit nach rund sechs bis acht Jahren erreicht. Neben dem optimalen Klima spielt zudem die Bodenqualität eine essenzielle Rolle beim Anbau von Kaffee. Dieser sollte locker, gut belüftet, gut durchlässig für Feuchtigkeit sein und der Kaffeepflanze mit reichhaltigen Nährstoffen, wie Kalium, Stickstoff oder Phosphorsäure versorgen. Zudem ist ein humusreiches Erdreich sowie ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert zwischen fünf und sechs perfekt für das Wachstum der empfindlichen Pflanze.

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Das richtige Saatgut – Hier entscheiden Details

Kaffee wird in der heutigen Zeit großflächig angebaut und entweder durch die einfache Aussaat der Bohnen oder das Setzen von Stecklingen herangezüchtet. Die wohl gängigste Form des Kaffeeanbaus ist die Saatgutmethode, die eine besonders einfache Form der Vermehrung ermöglicht. So kommt rund acht Wochen altes Saatgut zum Einsatz, welches ohne Pergamenthülle in speziell vorbereitete Beete eingedrückt und nur leicht mit Erde bedeckt wird. Bezieht man für die Bestäubung Pollen anderer Kaffeepflanzen ein, lassen sich verschiedene Arten bequem kreuzen und so Kaffeesorten anbauen, die besonders widerstandsfähig oder ertragreich sind. Um sicherzustellen, dass eine Bohne für die Aussaat geeignet ist, wird nicht nur die jeweilige Farbe in Augenschein genommen, sondern sich auch dem sogenannten „Wässern“ bedient. Schwimmen die Bohnen an der Wasseroberfläche, scheiden sie für die Aussaat aus. Gehen sie hingegen unter, können sie ohne Einschränkung verwendet werden.

Kaffee von der Frucht zur Pflanze

Kaffee von der Frucht zur Pflanze

Bildnachweis: © Wikimedia

Eine ertragreiche Ernte setzt kompromisslose Pflege voraus

Nach rund fünf bis sechs Wochen haben sich die ersten Blätter entwickelt und die gewachsenen Setzlinge können in Einzelbehälter umgepflanzt werden. Nun bedarf es rund acht Monate intensiver Pflege bis die Pflanzen widerstandsfähig genug sind, um abschließend auf den Plantagen eingepflanzt zu werden. Von diesem Tag an gilt es, den Boden ständig zu jäten, Mineraldünger und die richtige Menge Wasser einzusetzen, um nach drei bis fünf Jahren von der ersten Ernte des Kaffees profitieren zu dürfen. Da die Kaffeepflanzen eine stolze Höhe von bis zu vier Metern erreichen, werden diese auf den Plantagen regelmäßig auf rund zwei Meter zugeschnitten, um die ideale Beschaffenheit für die spätere Ernte zu erfüllen. Soll die Kaffeepflanze frei von Mutationen sein und in jedem Fall die Eigenschaften der Mutterpflanze übernehmen, ist ein Setzen von Stecklingen der gängigen Aussaat vorzuziehen. Als Basis für dieses Vorgehen dienen einzelne Zweige ausgewachsener Pflanzen, die so zurechtgeschnitten und in den Boden gesetzt werden, dass anschließend nur noch die Blätter aus dem Boden ragen.

Fazit: Eine Pflanze, ebenso anspruchsvoll wie ihre Genießer

Sie sehen, es erfordert viel Zeit und Geduld, bis die Kaffeebohne den Weg in die Kaffeetasse findet. Denn für eine perfekte Kaffeebohne ist nicht nur der Brühvorgang entscheidend, sondern vor allem die richtigen Umweltbedingungen sowie eine akkurate Pflege. Man darf wohl behaupten, dass sich das schmackhafte Genussmittel als ebenso anspruchsvoll zeigt, wie der passionierte Kaffeeliebhaber selbst.

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Letzte Aktualisierung am 18.10.2018 um 09:31 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API