ᐅ Flat White - was genau ist der neue Kaffeetrend?

Der Flat White

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Flat White

Viel mehr als nur der kleine Bruder des Cappuccinos

Der Flat White hat sich mittlerweile einen festen Platz auf der Speisekarte vieler Kaffeehäuser gesichert und gewinnt immer mehr Kaffeeliebhaber für sich. Doch worin liegt die Besonderheit des „flachen Weißen“ und inwiefern unterschiedet er sich von seinem großen Bruder, dem Cappuccino? Wir sind dem Kaffeekult auf den Grund gegangen und erläutern Ihnen die Besonderheiten dieser schmackhaften Kaffeespezialität.

 

Die Geburtsstunde des Flat White: Wenn zwei Kulturen aufeinandertreffen

Zunächst versteht sich der Flat White als Abwandlung des Cappuccinos und erlangt vor allem durch die ansprechende Latte Art seine besondere Note. Den Namen „Flat White“ erhielt das Getränk aufgrund der Tatsache, dass der Kaffee flach mit dem Rand der Tasse abschließt und auf eine üppige Milchschaumhaube verzichtet wird. Seine Geburtsstunde hatte der Flat White etwa um 1980 zu Zeiten der großen Auswanderungswelle der Engländer und Italiener nach Australien. Man kann behaupten, dass sich hier zwei Kulturen förmlich vereinten. So führten die Italiener ihre Kaffeekultur ein, welche auch die Engländer auf den Geschmack brachte – mit einer entscheidenden Ausnahme. Da die Engländer es gewohnt waren, ihren Tee mit Milch zu genießen, übernahmen sie diesen Brauch auch für den italienischen Kaffee: Der Flat White war geboren.

Im feinen Mikroschaum liegt das Geheimnis

Doch wenn auch der Flat White an so manch verwandte Kaffeevariation erinnert, hebt er sich durch seine ganz eigene Zubereitungsart ab. So basiert der Flat White zunächst einer intensiveren Espressovariante und besitzt zudem einen deutlich feineren Milchschaum als der Cappuccino. Durch die feinen Poren des Milchschaums verbindet sich dieser förmlich mit dem Espresso und erzeugt ein unvergleichlich samtiges Gefühl auf der Zunge. Doch insbesondere die Zubereitung dieses feinen Mikroschaums macht die Kreation eines perfekten Flat Whites zu einem anspruchsvollen Handwerk – vor allem in Bezug auf die oftmals angepriesene Latte Art. Denn neben einer Siebträgermaschine samt Dampfdüse ist vor allem das richtige Know-How gefragt, wenn filigrane Kunstwerke abschließend auf den Mikroschaum gezaubert werden. Entgegen vieler Vermutungen werden die verspielten Formen, Tiere und Figuren nicht mit einem feinen Stab in den Milchschaum gezeichnet, sondern entstehen durch eine ganz besondere Eingießtechnik. Bei dieser wird zum einen die Tasse mit Espresso leicht schräg gehalten und zum anderen der Milchschaum schwenkend und mit variabler Höhe auf den Espresso gekippt. Hinsichtlich des Geschmacks weist der Flat White aufgrund seiner hohen Konzentration an Espresso ein besonders intensives Aroma auf. Perfektioniert wird die Komposition durch die sanfte Verschmelzung von Milchschaum und Espresso, die das Geschmacksprofil des Flat White noch einmal abrundet.

Fazit: Lassen Sie sich von der schmackhaften Kaffeespezialität inspirieren

Sie sehen, die Geburtsstunde des Flat White liegt einige Jahre zurück und ist vor allem der Neugier und Offenheit verschiedener Kulturen zu verdanken. Wer sich selbst einmal an der Kreation des trendigen Getränks probieren möchte, sollte sich vor allem der Zubereitung und der Eingießtechnik des Milchschaums widmen. Wer das energiespendende Heißgetränk hingegen ohne großen Aufwand genießen möchte, der wird in vielen Cafés und Restaurants fündig werden. Und mit ein wenig Glück dürfen Sie dem Barista vielleicht einmal über die Schulter schauen und sich von der Kunst der Latte Art inspirieren lassen.

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